You are hereKarolek ist am 26.12.2013 über die Regenbogenbrücke gegangen

Karolek ist am 26.12.2013 über die Regenbogenbrücke gegangen


Tierinfos
Rasse: 
Pinscher Mischling
Geschlecht: 
Rüde
Farbe: 
beige
Geschätztes Geburtsdatum: 
Mai, 1998
Schulterhöhe in cm, ca.: 
25
Charakter: 
lieb, ruhig
Unsere Notfälle
Behinderung (siehe Detailbeschreibung)
Chip
Kastriert
Unsere Hunde sind alle erstgeimpft und gechipt und werden nur mit Schutzvertrag und Schutzgebühr vermittelt. Die Hunde werden direkt nach der Ankunft auf Mittelmeerkrankheiten getestet!
Schutzgebühr: 
Paten gesucht!
Aufenthaltsort
PLZ: 
51503
Ort: 
Rösrath
Kontakt
Ansprechpartner: 
Britta Welz
Telefonnummer: 
0170-4644132
E-Mail Adresse: 
brittawelz@for-animals.de

Karolek hat ein schweres Schicksal zu tragen…... Er wurde im Tierheim angegeben. Niemand weiß genau, warum. Ob sein Besitzer gestorben ist oder sich nicht mehr kümmern konnte? Die Familie Karolek vielleicht loswerden wollte? Egal aus welchen Gründen Karolek sein Zuhause verloren hat – der Schmerz ist für ihn der gleiche….

Karolek hat in den ersten Wochen im Tierheim nur geweint. Ganz bitterlich zeigte er, wie sehr er seinen/seine Besitzer-/in vermisste. Die Tierschützer haben sich große Sorgen gemacht, dass Karolek aus Sehnsucht stirbt….

Doch der kleine Mann hat sich gefangen. Er leidet nur furchtbar im Tierheim. So ein alter Knopf braucht einfach seine Ruhe und viel Liebe. Doch es ist wenig Zeit im Tierheim…. Karolek schläft sehr viel und ist eher ruhig. Menschen liebt er und Artgenossen geht er eher aus dem Weg. Er hat keine Leiden oder andere Gebrechen. Außer, dass er alt ist….

Wir suchen für Karolek einen schönen Gnadenplatz, wo er zur Ruhe kommen kann. Er soll seinen Lebensabend in Harmonie und Geborgenheit verbringen. Er soll liebe Menschen an seiner Seite haben, die ihm diese Geborgenheit schenken.

Mögen Sie Karolek noch einmal glücklich sehen? Bitte helfen Sie uns, damit wir sein Leiden im Tierheim beenden können!

Am 22.03.2012 konnte Karolek seine Reise nach Deutschland antreten und wurde hier liebevoll von seiner Pflegefamilie empfangen. Seine Pflegefamilie beschreibt ihn so:

„Karolek ist ein süßer, kleiner Kerl, der augenblicklich etwas zu dünn ist. Sein Fell fühlt sich sehr weich an. Er ist sehr mobil und beweglich. Die Kondition um auch längere Spaziergänge machen zu können hat er wahrscheinlich. Aber mit der Leine weiß er noch nichts anzufangen. Es scheint, als wenn er keine Spaziergänge damit verknüpft. Das müssen wir noch fleißig über. Sein Verhalten ist sehr selbstbewusst, sowohl im Garten als auch in der Wohnung erobert er sich seinen Raum. Mit den beiden anderen vorhandenen Hunden hat er kein Problem, man geht sich größtenteils aus dem Weg.

Jetzt zu einem ernsten Thema!
Karolek ist blind!! Da ist auch keine hell/dunkel Wahrnehmung mehr. Die Augen sind deutlich eingefallen/kleiner als normal! Wir lassen das jetzt vom Tierarzt untersuchen.“

Bericht seiner Pflegefamilie 21.04.2012:

„Karo geht es sehr gut. Für Karo habe ich ein gutes Geschirr gefunden. Der Druck wird auf die Schultern abgeleitet und er lässt sich ganz gut damit führen. Bei jedem anderen Hund würde ich seine Leinenführigkeit katastrophal nennen, für Karo jedoch, ist es schon ein Quantensprung. Immerhin geht er jetzt an der Leine, wenn auch noch sehr schlecht. Wir müssen noch viel üben. Karo geht sehr gerne und sehr ausgiebig spazieren.

Karo braucht ein Zuhause, im Idealfall einen Einzelplatz, bei Menschen mit viel Zeit und Lust, ihn aus seiner dunklen und geräuschlosen Welt zu holen. Artgenossen braucht er nicht. Es sollte ein eingezäunter Garten vorhanden sein, zu dem er freien Zugang hat. Karo genießt die Sonnenstrahlen sehr und lässt sich den Wind um die Nase wehen. Für ihn wäre es sehr wichtig, der alleinige Prinz in seinem neuen Zuhause zu sein. Denn er hat viel aufzuholen und muss nicht die Liebe des Menschen teilen…“

Bericht seiner Pflegefamilie 11.06.2012:

„Karo entwickelt sich immer mehr zu einem lebensfrohen, aufgeweckten Hund, der regen Anteil an seiner Umgebung nimmt. Er genießt seine Spaziergänge sehr, je länger, je lieber!!

Seine ganze Lebensfreude entfaltet sich in der hohen Wiese und im Unterholz,
überall dort, wo er mit dem ganzen Köper seine Umgebung erfühlen kann.
Es ist, als würde er durch den Kontakt mit den Gräsern und Büschen seine mangelnden Sinne kompensieren und durch das reine ertasten seine Umwelt wahrnehmen.
Er ist so selbstsicherer geworden, dass er sich z.B. auf ein körpernahes Spiel mit einem 4 Monate alten, fast gleichgroßen Welpen einlassen kann und dabei sichtlich Freude hat.

Auch seinem Körper sieht man eine gute Verfassung an, er entwickelt insbesondere an den Hinterbeinen eine schön ausgeprägte trockene Muskulatur. Bezeichnend ist hier auch, dass mir viele Leute sagen" DER IST ABER GROSS GEWORDEN". Natürlich ist er nicht gewachsen, aber seine aufrechte Haltung lässt diesen Eindruck entstehen. Insgesamt hat er sich in den knapp 3 Monaten erstaunlich entwickelt.

Zu hoffen ist lediglich, dass es uns gelingt, ihm ein Rudelzugehörigkeitsgefühl zu vermitteln.
Er versteht sich zwar mit unserem Rüden sehr gut, ich habe den Eindruck , sie beeinflussen sich gegenseitig sehr positiv, aber bei den Spaziergängen vergisst er alle Bindung und geht vollkommen seine eigenen Wege.

Eine Rolle spielt dabei sicher mein für ihn ambivalentes Verhalten, ihn an der Leine zu führen und ihn auch auf seinen "Abwegen" zu begleiten. Ich versuche immer einen Mittelweg zwischen der nötigen Konsequenz und seinen speziellen Bedürfnissen, als blind/tauber Hund, zu finden. Seine Umgebung olfaktorisch wahrzunehmen dauert eben länger, zumal seine Nase auch nicht die Beste ist. Leider scheint er daraus den Schluss zu ziehen, dass er schrittangebend ist und lässt ihn oft am Äußeren ende der Leine zerren (ein glück, dass er nur 5kg wiegt), um hier und dort zu schnuppern.
Dieses Verhalten lässt meist nach der ersten Stunde nach und der Rest des Spaziergangs macht dann allen Freude. ich hoffe und denke, dass wir das mit der Zeit aber etwas besser in den Griff bekommen.

Zu Hause hat er sich zu einem ruhigen Hausgenossen entwickelt. Er sucht die menschliche Nähe nicht aktiv, freut sich aber sichtlich, wenn man sich ihm widmet, ihn streichelt. Oft dreht er sich dann entspannt auf den Rücken und lässt sich genussvoll mit viel Ausdauer kraulen.

Auch die Versorgung der Augen geht jetzt meist problemlos vonstatten. Er lässt sich i.d.r geduldig die Augen reinigen (nach Wiesenspaziergängen oft dringend nötig) und mit Salbe versorgen. (gesalbt wird sowohl vor als auch nach dem Spaziergang.)

Alles in allem eine sehr erfreuliche Entwicklung.“

UPDATE 21.07.2012:
Karoleks Pflegefrauchen hat entscheiden, dass der kleine Mann einen Umzug nicht mehr verkraften würde. Daher darf er als Dauerpflegehund dort wohnen bleiben. Karolek fühlt sich dort sehr wohl und kennt auch schon jeden Stuhl und jedes Tischbein. Wir befürworten diese Entscheiden. Denn das ist für Karolek eine die beste Lösung.

Wir sind für jede kleine Spende oder Patenschaft dankbar, damit der Kleine in seiner Gnadenbrotstelle glücklich leben darf!