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Unsere Fahrt vom 09.-11.12.2011


Unsere Fahrt vom 09.-11.12.2011 - Video vorhanden-

Seit langem war keine Polenfahrt mehr so ausgebucht! 19 Hunde und 3 Katzen galt es sicher aus Polen auszuführen und zu ihrem jeweiligen Bestimmungsort zu bringen. Desweiteren sollten bei dieser Tour noch einmal Futter, Decken und allerhand weiteres Zubehör für Hund und Katz an die Tierheime verteilt werden. Der bevorstehende Winter macht es uns jedes Mal sehr schwer die Entscheidung zu treffen welcher Hund mit darf und welcher noch warten muss. Glücklicherweise konnten diesmal wieder einige „Langzeitinsassen“ mit und so sind wir frohen Mutes gestartet.

Am Freitag, den 09.12. ging es um 18:30 in Dortmund los. Nachdem der Anhänger bis unters Dach mit Spenden beladen war und der PKW ebenfalls randvoll mit Futter und dergleichen bepackt war starteten wir. Das Wetter war gut und der Blick klar sodass wir verhältnismäßig früh, also gegen 6 Uhr morgens, in Polen ankamen. In unserem Stammhotel, nahe dem Tierheim Ostroda, konnten wir noch ein paar Stunden schlafen, bevor uns Aga, die frischgebackene Tierheimleiterin von Ostroda, am Hotel abholte. Im Konvoi fuhren wir die Garage von AFN an, wo wir unsere mitgebrachten Spenden entluden. Einen Teil behielten wir über, um noch für Starogard noch ein bisschen Futter mitbringen zu können.

Gegen 13Uhr erreichten wir dann das Tierheim. Wie immer an einem Samstag war dort eine Menge los. Viele freiwillige Helfer waren vor Ort um mit den Hunden spazieren zu gehen. leider trifft man dort nicht einen einzigen Interessenten an, das ist wohl der Unterschied zu Deutschland. Wie immer war die Atmosphäre unangenehm. Ein beißender Geruch lag in der Luft, ein Wirrwarr aus bellenden Hunden und miauenden Katzen. Die Stimmung ist aggressiv und es ist fast unmöglich sich zu konzentrieren. Unglaublich anstrengend muss es für die Tiere sein dies Tag für Tag durchzustehen. Nebenbei war es klirrend kalt.

Wir spulten unser Programm ab und besuchten die Tiere, die wir für Interessenten näher begutachten sollten. Ebenso haben wir uns lange vertraute 4-und 3-Beiner getroffen die uns den Abschied schwer machten. Nicht für Jeden finden wir einen Pflegeplatz, so schade und unverständlich dies manchmal auch ist. Auch für unsere Hundeauffangstation ist leider nicht jeder Hund geeignet, und so bleiben viele jahrelang an diesem schrecklichen Ort. Viele bis zu ihrem Tod..
Um 15Uhr hieß es: startklar machen zum Aufbruch! Unsere 3 Katzen sowie 5 Hunde wurden in Ostroda verladen. Es lief problemlos ab und wir konnten pünktlich nach Starogard aufbrechen. Im Tierheim von Starogard wurden wir wie immer herzlich empfangen. Anders als in Ostroda gibt es hier ein warmes Büro und einen Kaffe für uns. Hier kann man es einige Stunden aushalten. Wir schauten uns ein wenig um und begutachteten die neuen Tiere im Bürogebäude. Die haben es wenigstens warm. Die Meisten drinnen lebenden Tiere sind krank, alt oder sehr scheu und nicht für die Außenzwinger geeignet.

Auch die Katzen haben wir besucht. Zurzeit sind viele Kitten da. Die Katzen werden nicht über uns vermittelt, da wir das Hauptaugenmerk auf die Ostroda-Katzen lenken möchten, deren Not noch größer ist.

Da es draußen schon stockfinster war konnten wir die Hunde in den Zwingern nicht mehr klar erkennen und so ließen wir uns von den Pflegern gegen 20Uhr die Hunde bringen, die ein Ticket nach Deutschland gebucht hatten. Mit viel Geschick und noch mehr Geduld gelang es uns schließlich jedem Hund einen Platz im Anhänger oder im Kofferraum zuzuweisen. Die Katzen fuhren auf dem Rücksitz mit.

Wir starteten planmäßig bei gutem Wetter und erreichten unsere ersten Halt- Berlin- gute 7 Stunden später. Mitten in der Nacht wechselten 2 Hunde den Besitzer.
Einige Stunden darauf erreichten wir Garbsen wo wir wieder einen Hund an glückliche Besitzer übergeben durften. Dank einer tollen Mitfahrgelegenheit konnten auch 2 weitere Pflegehunde den Weg nach Hamburg antreten und auch eine Katze verließ uns hier.

Alles lief problemlos, bis auf die Müdigkeit und die Gelenkschmerzen, die jeder von uns hatte.
Um halb 10Uhr am Sonntagmorgen erreichten wir den vereinbarten Parkplatz in Dortmund.
Hier warteten schon einige Vereinskolleginnen sowie Pflegestellen und Familien auf ihre Schützlinge. Es war ein Trubel auf dem Parkplatz wo nun viele Hunde durcheinanderliefen und glücklich waren das sie sich wieder frei bewegen konnten.

Wieder einmal warteten wir spannend auf die ersten Berichte der Tiere in ihren Stellen, wieder einmal gab es das ein oder andere Problem zu lösen und wieder einmal können wir mit Stolz auf die geleistete Arbeit blicken und uns sagen, das sich der Stress doch jedes Mal aufs neue lohnt.
Die Hunde, die für unsere Auffangstation eingeplant waren fühlen sich inzwischen pudelwohl und sind zu einem Rudel zusammengewachsen. Sie warten auf eine endgültige Vermittlung.
Wir sagen Danke für die Hilfe aller Beteiligten sowie für die Spenden und lieben Worte unserer Fürsprecher. Das Feedback gibt uns Kraft und bestätigt uns in unserem Denken, das das Retten auch nur eines einzigen Tierlebens einen Sinn hat.

Das Video zur Fahrt finden sie unter "Videos" oder unter folgendem link:
http://www.youtube.com/watch?v=4Hugo1ZznbY